In meinem Blog werde ich Bücher von Autoren vorstellen, die mir ein Rezensionsexemplar zukommen lassen. Allerdings habe ich knallharte Bedingungen:

 

Ich BEVORZUGE Papierbücher, schließe E-Books aber nicht generell aus!

Nichts gegen E-Books, ich veröffentliche meine Bücher auch als E-Book, aber da halten die Klebestrips mit den Anmerkungen immer so schlecht. Bücher sind für mich ein Werkzeug. Und ich mag nicht immer den ganzen Reader durchsuchen müssen, wenn ich was suche. Wenn mir jemand ein E-Book zukommen lassen will, einfach mit mir Kontakt aufnehmen, damit wir dann absprechen können, wie ich an eine ausdruckbare Version kommen kann.

Ich gebe zu, trotz moderner Technik bin ich ein Post-it- und Randnotizenfetischist.

Ein Kommentator meinte, er würde ein Problem darin sehen, dass die Autoren ihr Buch nach Japan schicken müssten und dann das Porto zu teuer wird. Wenn man unter anderem auch in Facebook liest, welche Anstrengungen Autoren auf sich nehmen, um bei einem Blogger Beachtung und Bewertung zu bekommen, dann denke ich, dass es an den 3,45 Euro für eine Büchersendung nicht fehlen sollte.


Ich werde nur Bücher bewerten, die einen Bezug zur Realität haben!

Also werden Elfen, Hexen, Zauberer, Vampire und andere Wesen der Fantasy hier nicht erscheinen.

Ich werde auch nichts von Kollegen von Herrn King lesen - ich hasse Horror wie der Teufel das Weihwasser.

Bevorzugt möchte ich Bücher zu Katastrophen der Erde bewerten, da ich mich in meinen Büchern auch damit befasse. Zum großen Teil also Geophysik, Meteorologie, Vulkanismus und Klimawandel. Aber auch Bücher über Politiker und Politik und aus der Welt der Finanzen fallen in diesen Themenkomplex, wie man gerade aktuell erleben kann, Ob nun Sachbuch, Thriller oder Roman, das bleibt dem Autor überlassen. Nur bitte, bewahrt mich vor Gedichten!

Auch Einsteins Erben und Kollegen, u.a. Hawking und Weinberg, finden bei mir immer einen Platz im Bücherregal. Besonderes Interesse habe ich da am Thema Zeit.

Stets gern gesehen sind Werke zum Thema Diabetes.

Thriller bekommen auch die Chance, im Blog zu erscheinen, daneben wissenschaftlich-fantastische (alte Schreibweise: wissenschaftlich-phantastische) Werke, - heute nennt sich das Science Fiction - sofern das, was unter Fantasy fällt, dabei außen vor bleibt.

Bei historischen Sachen bitte unbedingt vorher anfragen, das ist nicht wirklich eines meiner Lieblingsthemen.

Das soll noch lange nicht alles sein. Auch ein stinknormaler Roman hat seine Chance, nur muss er mich mitnehmen. Und Krimis sollten bitte in Arthur-Conan-Doyle-Manier geschrieben sein, also zum Mitdenken anregen.

 

Wer will, einfach anfragen und kurz das Buch mit Klappentext und Link zum Cover vorstellen, nicht mehr und nicht weniger.

Für heute und zukünftig gilt: Wer mir ein Holzbuch zukommen lassen möchte, möge vom Beilegen irgendwelcher Beigaben absehen. Erstens spart das Porto, zweitens wird niemand seine Chancen dadurch verbessern und wenn drittens der Zoll bei mir vor der Tür steht, geht die Post zurück an den Absender.

 

Ich werde mich bemühen, die Bewertung der Werke so neutral wie möglich vorzunehmen, ohne meine eigene Meinung zu verbiegen oder zu verbergen.

Noch habe ich kein einheitliches System wie viele andere Blogger, aber ich denke, dass sich das im Laufe der Zeit entwickeln wird.

Ich kann, will und werde allerdings nicht dafür garantieren, dass meine Meinung dem Autor gefällt. Es ist ja auch nur meine Meinung.




Das neue Jahr ist nun auch schon wieder ein paar Tage alt und ich habe bislang noch nichts in meinem Blog gemacht. Ja, wie auch? Neben all dem, was 2014 liegen geblieben ist, bin ich leider nicht wirklich zum Lesen gekommen. Verdammt, und dabei wollte ich doch ... Aber Wollen ist das eine, es dann auch zu machen, ist etwas ganz anderes.

Ich bin gut ins neue Jahr gekommen. Das Gute an Japan ist ja, dass die Silvesternacht eine der ruhigsten im Jahr ist. Keine Knallerei, keine Orgien, niemand, der mit 3,8 im Turm seine Arien im Hausflur trällert. So richtig schön ruhig und entspannt ins neue Jahr schlafen, das hat schon was.

Ich habe nun für mich eine neue Methode entdeckt, mit der ich meine Bücher noch besser machen kann. Die ersten Ergebnisse werden sicher noch etwas auf sich warten lassen, muss ja ganz nebenbei noch ein wenig arbeiten. Vom Schreiben allein kann ich nicht leben, selbst wenn ich mich nur von Lust und Liebe ernähren würde. Aber die Methode als solche ist genial. Da merkt man richtig, wo es im Text noch hängt, ob es Worte gibt, die dicht beieinander mehrmals vorkommen. Nein, es ist NICHT Papyrus Autor, es ist etwas ganz anderes, aber nicht weniger praktisch. Bekanntlich hat der Mensch ja 5 Sinne, und warum soll man die nicht alle einsetzen? Vielleicht werde ich später noch einmal genauer auf diese Methode eingehen, bislang bin ich froh, dass ich sie habe und benutzen kann.

Was habe ich mir nun für dieses Jahr vorgenommen? Zum einen, die angefangenen Projekte abzuschließen. So viele sind es ja nun auch nicht. Daneben die angefangenen Bücher zu Ende lesen, auch wenn das bei dem einen oder anderen echte Überwindung kostet. Ihr könnt dann auf der entsprechende Seite meine Meinung lesen. Ich betone noch einmal, das ist nur meine ganz persönliche, subjektive Meinung, die aber nicht allgemeingültig sein kann. Ich bin kein Prophet, und ich habe meinen eigenen Geschmack.

So, dann man tau, auf geht's, mal sehen, was das Jahr für uns bereit hält.


Da ist mir ein Fehler unterlaufen

Da ist mir doch glatt ein bedauerlicher Fehler unterlaufen.

Der Zeichner, Grafiker, Maler und Illustrator Heiko Schaly, ich habe hier kurz über ihn geschrieben, ist nicht, wie ich geschrieben hatte, 1973 geboren, sondern schon 1970.

Ich bitte hiermit um Entschuldigung.

Neues aus dem Facebook-Land

Ich habe mich am 12. Januar 2015 aus einer Facebook-Gruppe ausgeklinkt.

Warum? Nun ja, ich will erst einmal den Administratoren zu dem Job gratulieren, den sie da machen, aber nur Mitglieder rein lassen oder auch nicht, das ist nicht genug.

Angeblich, und ich benutze dieses Wort ganz bewusst, befasst man sich in dieser Gruppe mit Büchern. Für mich als Leseratte und Bücherwurm DAS Ding schlechthin, dazu viele Mitglieder, da bekommt man mal einen Tipp, dachte ich, wow, super, passt,... bis zum genaueren Hinsehen.

Man befasst sich in der Gruppe sicher mit Büchern, aber NICHT in dem Sinne, wie man es auch anhand des Gruppennamens vermuten könnte, auch nicht mit den Inhalten der Werke. Wichtiger war die Frage, wer in welchem Zeitraum wie viele Bücher gelesen hat. Krasses Beispiel gefällig? Am 12. Januar haben viele schon 10 (in Worten: zehn) Bücher gelesen, im Schnitt mit 350 Seiten. Aber wehe, man erlaubt es sich zu fragen, wie die Leserin, sofern man die Person denn so nennen möchte, das gemacht hat, dann wird man angegangen, unter anderem mit Worten wie „sind eben nicht alle so langsam.“ Auf Fragen wie: „Was weißt du noch von dem Buch?“ kommt keine oder nur eine pampige Antwort. Äußert man bewusst provokativ seine Meinung, dass man diese Gruppe eher als Club der Selbstbeweihräucherer betrachtet, wird man sogar vom Admin angegangen. Wenn man etwas nicht lesen möchte, solle man doch weiterscrollen. Liebe Admins, in dieser Gruppe sind 95% aller Posts zu den Themen:

 

- Wie viel Bücher habe ich gelesen?

- Ich habe 36457745657896564 Bücher, welches soll ich lesen?

- Wer hat den größten Stapel ungelesener Bücher?

 

Die restlichen 5% sind Bilder von Bücherregalen oder Katzen.

 

Wie weit soll ich denn scrollen, wenn ich das nicht wirklich lesen will?

Als Beispiel: Ich komme nach einem Arbeitstag nach Hause, mache Facebook auf und finde rund 50 Benachrichtigungen zu Themen und Personen, die mich interessieren. Freu, Jubel. Ist ein geiles Gefühl, sich begehrt zu fühlen. Und dann der Schock: 90% der Benachrichtigungen aus eben jener Gruppe. Hey, da ist echt was los, da geht die Post ab! Und dann das böse Erwachen!

 

Häufigste Frage: Was soll ich als nächstes lesen?

 

Das ist übrigens eine selten dämliche Frage, weil jeder seinen eigenen Geschmack hat. Wenn mir einer sagt: „Lies doch mal was von Stephen King!“, sorry, der war die längste Zeit in meiner Freundesliste. Ich habe mir hier mal den Gag erlaubt, drei Bücher, alle in Japanisch, zu fotografieren und das Foto mit der Frage: „Welches soll ich als nächstes lesen?“ in der Gruppe eingestellt. Und siehe da, alle Vorurteile wurden bestätigt! „Lies das ganz linke, das Cover sieht schön gruselig aus!“, „Lies das in der Mitte, das Cover ist schön schlicht.“ Okay, kann man ja so sehen. Aber nicht einer hat gefragt, wie denn die Titel im Deutschen heißen. Ich bin beeindruckt: Alle Mitglieder der Gruppe sprechen fließend Japanisch, wow! Doitsu, ganbare! Ob das nun ein Kochbuch war, eine Ausgabe vom Playboy oder die Fernsehzeitung, wen interessiert, was man liest, solange die Cover gut aussehen.


Oft kommt auch: Wie findet ihr das Buch „XYZ“ von ABC?

 

Wer nun annimmt, man bekommt Informationen zum Buch, der liegt voll daneben. Und es gibt dafür sogar eine Erklärung UND Gruppenregel: Man will keine Bücher spoilern, also keine Bücher besonders hervorheben. Und das in einer Büchergruppe! Das ist ein klarer Fall für den Psychiater, selbst ein Laie diagnostiziert hier Schizophrenie!!

 

Und last but not least:

 

Ich habe in diesem Jahr schon 00 Bücher gelesen. Und ihr?

 

Warum dieser Wettbewerb, fragt sich der geneigte Mitleser in dieser Gruppe. Ein Buch dauert seine Zeit. Und wenn man dann die Zahlen sieht, bekommt man in etwa eine Vorstellung von der Qualität des Lesens, des Lesers und der Bücher, die gelesen werden. Also 0-8-15-Ware, vom Wühltisch bei Woolworth.

 

Es soll ja eine Büchergruppe sein. Und so erlaubte ich mir die Frage, ob es denn mal einen Thread zum Inhalt eines Buches gibt und bekam prompt die Antwort, dass das ja wohl zu weit ginge. Okay, ich habe mir nach 4 Minuten den Kommentar erlaubt, dass zu dem Thread "Habe in diesem Jahr schon 00 Bücher gelesen. Wer hat mehr?" rund 40 Kommentare eingegangen sind, zu einer inhaltlichen Frage aber exakt Null und dass das wohl mehr als genug über die Einstellung in der Gruppe sagt. Das war dann dem Admin zu viel und ich bekam die gelbe Karte. Und bevor ich mir noch rot einfange, wer mich kennt, weiß, dass ich verdammt stur sein kann, vor allem, wenn ich einmal in Fahrt bin, habe ich mich wort- und grußlos von dieser Gruppe verabschiedet.

 

Liebe Admins dieser Gruppe, ihr solltet mal danach schauen, was die Mitglieder so treiben, denn das ist auch eine eurer Aufgaben. Masse macht noch lange keine Klasse!

Ein toller Maler

Ich möchte heute einen talentierten Maler vorstellen, dessen Bilder mir immer wieder bei Facebook aufgefallen sind. Ich bin echt begeistert von seinen Werken, von denen ihr oben eine kleine Auswahl sehen könnt. Heiko Schaly sagt selbst, dass ihm seine Bilder nur selten gefallen. Nun ja, das liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Aber wen jemand so mit dem Stift umgehen kann, dann sollte er auch an die Öffentlichkeit kommen und bekannt werden.

Heiko Schaly wurde 1973 in Thüringen geboren, ging zur Schule, erlernte einen Beruf und verdient sein Geld noch immer in einem Industriebetrieb. Was um so erstaunlicher ist, denn wer schwer mit den Händen arbeiten muss, dem traut man solch filigrane Werke nicht zu.

2014 nahm der Künstler, ich möchte ihn einfach mal so nennen, den ersten Schritt in die Öffentlichkeit und nun wird er von Autoren zur Gestaltung der Buchcover engagiert.

Drücken wir ihm die Daumen und wünschen für die Zukunft alles Gute.

Anbei noch der Link zu seiner Facebook-Seite: https://www.facebook.com/heiko.schaly.3?fref=ts

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So, nun mal Butter bei die Fische

Meine Erlebnisse im Social Network

Katharine C. Wolters

 

Print

ISBN-10: 1502877120

ISBN-13: 978-1502877123

s/w-Print 5,90 Euro

farbige Printausgabe für Liebhaber 17,00 Euro (ISBN leider nicht bekannt, Preisangabe lt. Mitteilung der Autorin)

ebook

ASIN: B00OKGDMVE Ebook 3,99 Euro

 

Ich hatte das Vergnügen, das Buch „Meine Erlebnisse im Social Network“ von Katharine C. Wolters lesen zu dürfen. Sie selbst nennt es „Autobiographische Erzählung“. Ich weiß nicht, wie ich es nennen soll. Warum? Nun, darum soll es ja hier gehen.

 

Ich bin durch die Werbestrategie in Facebook, die von der Autorin in meinen Augen fast schon zu aggressiv vorgetragen wurde, auf das Buch aufmerksam geworden. Immerhin versprach Katharine C. Wolters eine Menge.

Zitat aus einer FB-Werbung: "Macht euch auf Überraschungen gefasst."

 

Oder: "Mit diesem Debüt-Roman wird euch ein Licht aufgehen!"

 

Oder auch: "Mensch - so viele schöne Bücher die ich alle teile und euch empfehle und woooooooo ist meines? Achsoooooooo geht ja nicht - ist noch nicht da"

 

Und das sind nur einige Beispiele.

 

Wie gesagt, ich wurde also neugierig und war happy, dass das ebook auch bei Amazon.co.jp veröffentlicht wurde. Und schwupp war es auf meinem iPad. Wozu hat man das Teil sonst?

 

Wenn es nur nach dem Cover gegangen wäre, ich hätte mir das Buch NICHT, ich wiederhole: NICHT gekauft. Es ist eine tolle Grafik, aber die dargestellte Person erinnert mich an eine deutsche Politikerin, die ich in etwa so mag wie andere ein Speiseröhrenkarzinom. Allein das wäre für mich ein Grund, das Buch nicht zu kaufen. Aber okay, das sieht jeder anders.

 

Und schon stand ich vor dem ersten Problem: Angekündigt war das Buch als Roman, laut Information im Produkt selbst ist es eine autobiografische Erzählung. Ich persönlich kann mich weder für das eine noch für das andere Genre oder Format erwärmen. Ein Roman ist es definitiv nicht. Es ist auch keine Erzählung im Sinne des Wortes, denn es handelt sich um eine Sammlung kleiner Episoden eines Lebens im Internet, besonders in Facebook. Beim Lesen dann fiel mir noch etwas auf, was meine erste Meinung über die Art des Werkes gewaltig ins Wanken brachte. Mehr als 1/3 des Buches, genauer gesagt 46 von 123 Seiten im PDF-Format, 123 Seiten inklusive Deckblatt und Impressum, sind mit Gedichten und Geschichten von anderen Autoren gestaltet. Man könnte also durchaus sagen, es handelt sich um einen Werbekatalog mit ausführlichen Textproben einzelner, hier nicht näher genannter Autoren.

 

Leider musste ich für mich feststellen, dass die Autorin in ihrer Werbung mehr versprochen hat, als sie dann mit dem Werk halten konnte. Mir ist kein Licht aufgegangen und mir sind auch keine Schuppen von den Augen gefallen. Solche Episoden hatte wohl mehr oder weniger jeder, der sich im Social Network bewegt.

 

Nun aber mal zum Text selbst.

 

Das Buch liest sich flott und locker. Da es recht klein ist, kann man es in einem Rutsch weglesen. Ich gebe zu, ich habe die Werke der anderen Autoren bewusst NICHT gelesen, denn es geht ja um den Text, den Katharine C. Wolters selbst geschrieben hat.

Man erfährt viel über die Autorin selbst und auch über ihre Irrwege im Internet. Und mal ganz ehrlich, wer hat solche Erfahrungen nicht gemacht. Und genau das war der Punkt, der mich ja zum Kauf verleitet hat. Inwieweit stimmen meine Erfahrungen mit denen der Autorin überein? Hat man ähnliches erlebt? Gibt es gemeinsame Bekannte? Fragen über Fragen – und doch nur wenige Antworten. Nach den schon auf dem Cover angekündigten „kuriosen“ und „humorvollen“ Stellen habe ich leider vergeblich suchen müssen. Aber – nicht jeder versteht Humor gleich. Ich will, kann und werde nicht ausschließen, dass ich den Humor und das Kuriose in den Geschichten einfach überlesen habe.

In der von mir gekauften Version waren noch einige Fehler enthalten, die aber nach Angaben der Autorin inzwischen beseitigt sein sollen. In der mir vorliegenden, neuen PDF-Version sind aber viele der Fehler noch enthalten. Besonders negativ fallen die nicht immer eindeutig gekennzeichneten Enden der Beiträge anderer Autoren auf.

Zum anderen verweist das Inhaltsverzeichnis in der aktuell bei Amazon eingestellten Version, zu sehen über „Blick ins Buch“ noch immer auf Kapitel, die es nicht gibt. Es wird zum Beispiel genannt: Kapitel 1, aber im Buch selbst gibt es kein „Kapitel 1“, das heißt nämlich „1. Meine Erlebnisse im Social Network“. An dieser Stelle sollte die Autorin noch einmal ordentlich nacharbeiten. Die verschiedentlich vorhandenen Schreibfehler, insgesamt sind mir drei aufgefallen, kann man übergehen, sie stören den Lesefluss nicht.

In einigen der Episoden hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht, aber die Autorin schreibt nicht für mich, sondern für alle Leser.

Wenden wir uns ganz zum Schluss nach einem wichtigem Thema zu, dem Preis.

In Amazon.de wird das Buch mit 124 Printseiten ausgewiesen. Dafür erscheinen 5,90 Euro angebracht, aber 3,99 Euro für das ebook erscheinen mir dann aber doch zu teuer. weniger, weil es ein Debüt-Werk ist, sondern weil andere Autoren ihre Werke, die teilweise die dreifache Seitenzahl haben, deutlich preiswerter anbieten. Da passen Preis und Leistung meines Erachtens nach nicht optimal zusammen.

 

Fazit:

 

Wie auch immer man das Buch „Meine Erlebnisse im Social Network“ von Katharine C. Wolters auch sehen mag, mir hat das Lesen viel Spaß gemacht und ich bin froh, der erste Käufer in Japan gewesen zu sein. Das Lesen hat mir die Fahrt zur und von der Arbeit angenehm gestaltet und ich werde es auch nicht vom iPad löschen. Im Gegenteil, wenn es die Printwersion auch über Amazon.co.jp gibt, dann werde ich es in der Printform kaufen, versprochen!

Alles in Allem ein gelungenes Debüt mit den üblichen Kinderkrankheiten, die wir Autoren sicher alle gemacht haben. Kein Mensch ist perfekt.

Ich bin froh, dass ich von mir sagen darf, in der Freundesliste der Autoren zu stehen. Trotzdem hat dieses Buch den Sprung in meine Empfehlungen verfehlt, wenn auch nur äußerst knapp.

Andere werden das sicher anders sehen, aber es geht hier um meine Meinung. Und wenn mich die Autorin nun aus der Freundesliste werfen sollte, nun ja, dieses Risiko muss man eingehen.

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Da isser nun

Ein freundliches Ohayo Gozaimasu in die Runde.

Nein, keine Angst, ich will hier niemanden mit Fremdsprachen nerven. Weil ich diese Seite von Japan aus betreibe, liegt es nahe, den einen oder anderen Ausdruck zu benutzen. Macht der Gewohnheit, wie man so schön sagt. Um euch nicht im Dunkeln tappen zu lassen, "Ohayo Gozaimasu" bedeutet nichts anderes als "Guten Morgen". Hier scheint die Sonne und es sollen heute nur um die 24 Grad werden. Die Taifune der letzten Zeit, Nr. 17, Nr. 18 und Nr. 19, liegen hinter uns und bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich der Himmel geputzt und strahlt nun wieder in sonnigem Azur. Schön. Das richtige Lesewetter. Womit ich die Brücke zum eigentlichen Thema doch wieder einmal genial hinbekommen habe, oder?

Ich bin ja nun auch bei Facebook und da herrscht gerade die Schwemme - an Postings zur letzten Buchmesse in Frankfurt. Das mag ja sicher eine interessante Veranstaltung gewesen sein, aber für meineneinen wäre das nichts. Ich bin definitiv kein Messetyp, weder als Aussteller noch als Besucher. Prrr, schon damals in Deutschland, als ich auf die CeBit musste, was für ein Grauen! Eingekreist von zigtausend anderen schiebt man sich von Stand zu Stand, hascht hier einen Blick auf, bekommt beim Vorbeiflitzen dort einen Kuli in die Hand gedrückt, vielleicht an der Tür eine Tüte, prall gefüllt mit Sachen, die keiner braucht und die dann, wie zum Beispiel in Facebook, anderweitig unter die Leute gebracht werden.

Es kann natürlich sein, dass ich eine andere Einstellung zu Büchern habe. Ich nehme die Dinger am liebsten in die Hand, pflanze mich in meine Liebslingssofaecke - was man dieser inzwischen anmerkt - und lese. Vielleicht eine Tasse Kaffee dazu, etwas Musik, mehr braucht man nicht. Und dann versuche ich mir vorzustellen, was man auf einer Buchmesse macht. Man sieht tausende von Büchern - aber sieht man die im Buchhandel nicht auch? Okay, man trifft vielleicht den einen oder anderen Autor, aber mal ehrlich, was bringt einem das? Und ich als kleiner Indie, auch SPler genannt, also Self Publisher, was soll ich da? Ist es nicht besser, sich dem Schreiben zu widmen anstatt dort rumzustehen? Wie gesagt, es kann sein, dass meine persönliche Einstellung nicht mit denen der Masse übereinstimmt, aber muss sie das? Ich persönlich suche mir die Bücher, die ich kaufen möchte, nicht nach dem Gesicht des Autors aus, ich lasse mich auch nur in den allerseltensten Fällen vom Aussehen des Covers leiten, weil ich dadurch schon eine Menge Müll gelesen habe. Und auch der Preis eines Buches spielt eine untergeordnete Rolle. Mich muss ein Titel ansprechen, der Covertext muss Interesse wecken und dann, last but not least, muss ein Buch die Leseprobe bestehen. Und da trennt sich endgültig die Spreu vom Weizen. Ich lese in die Bücher rein, muss sein, dafür ist es ein Buch, aber selten innerhalb der ersten 30 Seiten. Danach zeigt sich die Qualität eines Werkes. Warum?

Mit den ersten 20, 30 Seiten bewirbt sich ein Autor bei einem Verlag, sie sind also immer sorgfältig gearbeitet, passen hinten und vorn zusammen, packen einen, reißen mit, bringen es auf den Punkt. Und dann kommt die große Ernüchterung. Lektorat und Korrektorat hin oder her, die wahren Schnitzer in einem Buch findet man immer erst nach Seite 30, leider ist das meine Erfahrung. Und dabei ist es egal, ob es sich um Lieschen Müller im Slebstverlag oder die Größen im Schriftstellerhimmel handelt, was mir gerade wieder in einem Buch eines erfolgreichen deutschen Autors auffällt.

Nur, wenn ich auf der Messe in einem Buch lese und es mir gefällt, was mache ich dann? Titel aufschreiben, ISBN dazu und dann zurück nach Hause, entweder im Netz nachschauen oder in die nächste Buchhandlung düsen, suchen, kaufen und mitnehmen oder bestellen. Und dann sitzt man zu Hause in der Sofaecke, eine Tasse dazu und - der Reiz des Spontanen ist vorbei. Leider.


So, genug des Meckerns.

Ein Autorenkollege war so nett, mir sein aktuelles Buch zukommen zu lassen. Ich bin gerade dabei, es nach allen Regeln der Kunst auseinander zu nehmen. Nein, keine Angst, es wird keine Lose-Blatt-Sammlung. Aber es sind schon einige Dinge, die mir aufgefallen sind. Es wird sicher noch ein paar Tage dauern, bis ich durch bin. Dieses Buch zu lesen ist, und das ist einer der Krikpunkte, nicht wirklich einfach, obwohl es nicht schlecht geschrieben ist. Aber dazu werde ich mich dann später in aller Ausfürhlichkeit äußern. Und ich bitte zu beachten: ES IST MEINE SUBJEKTIVE MEINUNG!

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